Aller Anfang ist schwer!
Züchten bedeutet, sich intensiv mit den verschieden Entwicklungsphasen des Hundes auseinanderzusetzen sowie deren Prägung in den ersten Wochen.
In den ersten 8 Wochen - also noch beim Züchter - wird der Grundstein zu einem wesensfesten und umweltsicheren Hund gelegt.
Welpen, die ohne Umweltreize und ohne Kontakt zu fremden Personen verschiedenster Natur aufgewachsen sind, können später verhaltensauffällig werden.
Der Welpe muss eigene Erfahrungen sammeln können.
Daher gehen meine Welpen auch ab der vierten Woche in den Garten, wo verschiedene Bodenuntergründe, Spielmöglichkeiten, Geräusche, Wackelstege, Bälle, usw. darauf warten, von ihnen erkundet zu werden. Auch verschiedene Personen sind nun willkommen, um die Kleinen zu knuddeln und mit ihnen zu spielen. Vor allem der Besuch von Kindern ist uns sehr wichtig.
Aber immer nach dem Motto "nicht zu viel, alles in gesundem Maß". Der Welpe soll nicht permanten Reizen ausgesetzt sein, sonst droht Überreizung.
Die Ruhephasen einzuhalten ist genauso wichtig für die gesunde Entwicklung eines Welpen.
Ein grosses Anliegen von mir ist auch die Stubenreinheit. Sobald die Welpen mit 3 Wochen anfangen das Nest zu verlassen steht bereits am Eingang der Schlafkuhle eine grosse Matte mit Rollrasen. Die Welpen werden schon dann auf den Untergrund geprägt, wo sie auch später ihr Geschäft erledigen sollen.
Dies bedeutet sehr viel Arbeit, denn der Rasen muss täglich im Wohnzimmer ausgewechselt werden, bis die Kleinen gross genug sind um ins Aussengehege umzuziehen.
Ich kann behaupten, dass 99 Prozent meiner Nachzuchten mit 9 Wochen bereits stubenrein sind. Natürlich, altersbedingt, noch keine 4 Stunden am Stück.
Das Gewöhnen an die Hundebox (Autofahren) ist für mich ebenfalls sehr wichtig. Ein Welpe der früh gelernt hat in der Box sich wohl zu fühlen, wird später friedlich und zufrieden in diese schlummern. Somit bedeutet Autofahren oder ein Krankenhausaufenthalt keinen Stress für den Hund. Und man kann den Hund überall mithinnehmen. Hotel, Restaurant et... Dies soll nicht bedeuten, dass man den Hund stundenlang darin einsperren soll. Sondern nur zeitweise.
Sie sehen, dass ich sehr bestrebt bin, die Kleinen bestmöglich zu prägen, um sie später (ab der 9. Woche) mit gutem Gewissen geimpft, gechipt und mit EU-Pass versehen in vertrauensvolle und gute Hände abgeben zu können.
Ich gebe meine Welpen nur an Menschen ab, die auch bereit sind die Kleinen ihren Anlagen entsprechend zu fördern.Sie müssen nicht Jäger/in sein um einen Welpen bei mir zu bekommen. Doch sie müssen bereit sein, dem Kleinen eine artgerechte Erziehung und Haltung zu bieten.
Unter artgerecht verstehe ich, den Hund nicht im Bett oder auf dem Sofa sich selbst zu überlassen, sondern ihm eine Alternative zur jagdlichen Ausbildung zu bieten, z.B. Leckerliefährten, gemeinsames Stöbern nach Spielsachen, allerlei Funübungen, usw., eben alles was zwischen Ihnen und Ihrem Hund eine Bindung fördert, die von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Verständnis geprägt ist, sowie die Grundgehorsamsübungen für das tägliche Leben.
Nur so wird der Welpe zu einem angenehmen Lebensgefährten heranwachsen, mit dem Sie viel Freude haben werden.
Mir ist es ein großes Anliegen, die Entwicklung der Welpen mit verfolgen zu können. Daher wünsche ich mir, den Kontakt zu dem neuen Herrchen oder Frauchen in regelmäßigen Abständen zu suchen und zu pflegen. Ich möchte schließlich wissen, wie gut sich meine Nachzuchten in ihren neuen Familien eingelebt haben und wie deren Entwicklung weiterverlaufen ist.
Ich suche mir die zukünftigen Besitzer sehr genau aus.
Meine Kleinen sollen es gut in ihrem Leben haben. Sie sollen geliebt und geachtet werden und keinesfalls als unüberlegter Weihnachtskauf
Viele Fotos der Welpen finden sie HIER